Geschicten Für KinderMärchen

Aladin und die Wunderlampe

Aladin war der Sohn eines armen Schneiders. Als sein Vater starb, bekam Aladin Besuch von einem maurischen Zauberer. Der nahm ihn mit in die Berge und sprach allerlei Zauberworte, bis die Erde sich öffnete und eine lange Treppe zu sehen war, die nach unten führte. Der Zauberer steckte Aladin einen Ring gegen Unheil an den Finger und sagte: „Dort unten liegt ein Schatz verborgen, den hole mir.“ Aladin stieg in die Tiefe und gelangte in eine riesige Schatzkammer voller Gold und Silber. Doch er rührte nichts an, bis er die unscheinbare Öllampe entdeckte, die er für den Zauberer holen sollte. Auf dem Rückweg kam er durch einen Garten mit Bäumen, die farbige Früchte aus Perlen, Diamanten, Rubinen, Türkisen und anderen Edelsteinen trugen. Aladin pflückte von jeder Farbe etwas ab und stopfte sich die Taschen damit voll.

Am Eingang der Höhle wartete der Zauberer auf ihn. Doch Aladin konnte die letzten steilen Stufen nicht überwinden, weil die Edelsteine zu schwer waren. „Gib mir zuerst die Lampe, dann helfe ich dir“, sagte der Zauberer. Aber Aladin schaffte es nicht allein. Schließlich verlor der Zauberer die Geduld und sperrte ihn in der finsteren Höhle ein. Zwei Tage lang irrte Aladin umher, fand aber keinen Ausgang. Er war schon völlig erschöpft, als er sich an den Ring erinnerte, den der Zauberer ihm mitgegeben hatte. Aladin drehte am Ring – da erschien aus der Öllampe ein riesiger Geist, der ihm den Weg aus der Höhle wies. Als Aladin nach Hause kam, wollte seine Mutter ihm zu essen geben, aber es war kein Brot da. Aladin schlug vor, die Lampe zu verkaufen. Die Mutter wollte sie zuvor putzen und rieb mit einem Lappen darüber. Da erschien erneut der Geist und sagte: „Ich bin dein Sklave und bereit, dir zu gehorchen.“

„Bring uns zu essen“, sagte Aladin. Bald standen silberne Schüsseln auf den Tisch, gefüllt mit köstlichen Speisen. Von diesem Tag an mussten Aladin und seine Mutter keine Not mehr leiden, denn der Geist der Lampe machte sie satt und reich. Aus Dankbarkeit kümmerte sich Aladin um die Armen in der Stadt.

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